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NSG Einwinkel
Wer GoogleMaps kennt oder kennelernen will, kann sich das Bild der Fläche holen und von da aus eine Navigation des gesamten Gebietes auf der Gemarkung Gönningen durchführen.
Weitgehend ebene Fläche auf Weißjura Kalkmagerrasen
Eingestreute Baum- und Gebüschgruppen
Höhe 700-750m
Beweidung mit Schafen ab Ende Juli
Botanische Besonderheiten:
Biotop für Orchideen. Um die Arten und deren Schutzwürdigkeit kennenzulernen, wird die Teilnahme an den
Führungen empfohlen.
Besonderheiten unter den Nicht-Orchideen sind der
Quirlsalbei (Salvia verticillata), das
Jakobsgreiskraut (Senecio jacobaea) und der
Abgebissene Pippau (Crepis praemorsa). Die Wiese ist übersäht mit den typischen
Pflanzen für Kalkmagerrasen wie sehr früh die
Echte Schlüsselblume (Primula veris), später
Wiesensalbei (Salvia pratensis),
Kopfige Teufelskralle (Phyteuma orbiculare),
Bergklee (Trifolium montanum),
Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata),
Heilziest (Betonica officinalis) und
Kleines Mausohrhabichtskraut (Pilosella officinarum). An Stellen mit Kalkauswaschung finden sich der
Flügelginster (Genista sagittalis) und die
Blutwurz (Potentilla erecta).
Probleme und Pflegearbeiten:Vor einigen Jahren wurden die Gehölzgruppen ausgelichtet. Unter den Bäumen waren viele Eschen,
die lichtliebend sind und nach dem Auslichten sehr stark schossen. Die Jungtriebe müssen jährlich entfernt werden, um eine
Wiederbeschattung zu vermeiden. Besonders problematisch ist das über die Jahre sehr starke Zunehmen des
Zottigen Klappertopfes (Rhinanthus alectorolophus).
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NSG Taubenäcker
Von Wald umgebene Feuchtwiese mit östlicher Hanglage
Typische Kohldistel-Wiese
Wiesaztal mit angrenzendem Bachlauf
Vereinzelt Obstbäume im Bestand
Botanische Besonderheiten:
Die Wiese ist durchsetzt mit Stellen der
Trollblume (Trollius europaeus), des
Weichen Pippau (Crepis mollis), der
Roten Lichtnelke (Silene dioica) und der
Kohl-Kratzdistel (Cirsium oleraceum). Für die Trollblume gibt
es nur wenig verbliebene Standorte im Gebiet der Schwäbischen Alb. Probleme und Pflegearbeiten: Hohe Bäume, besonders Eschen, am Rand des Gebiets beschatten den Standort. Eine Anfahrt mit Geräten
einschließlich Einachsmäher ist kaum möglich. Der Bestand wird jährlich im August per Motorsense und teilweise nochmals im Oktober gemäht. Das Mähgut
wird am Rand der Fläche deponiert, da weder ein Abtransport noch Verbrennen in Frage kommt. Ein besonderes Problem stellt die
Kanadischen Goldrute (Solidago canadensis) dar, die sich ausgehend von einem benachbarten, in
früheren Jahren unsachgemäß gepflegten ND-Grundstücks ausgebreitet hat. Die einzelnen Stellen müssen per Hand ausgerupft werden. Eine Bekämpfung ist
insbesondere deshalb erforderlich, weil die Fläche unmittelbar am Oberlauf der Wiesaz liegt und bekanntlich der Samen über das Flußsystem in den
Tälern verbreitet wird.
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NSG Unter Lauhern
Halbtrockenwiese am Fuße des Albtraufs
Süd/Ost-Lage am Waldrand
Geringe Beschattung, Hanglage
Vereinzelte Baum- und Gebüschgruppen
Botanische Besonderheiten:
Biotop für Orchideen. Um die Arten und deren Schutzwürdigkeit kennenzulernen, wird die Teilnahme an den
Führungen empfohlen.
Früh blühend das Gelb der kleinen Schmetterlingsblütler
Wundklee (Anthyllis vulneraria),
Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) und
Hornklee (Lotus corniculatus). Später purpurrot ein besonders reicher Bestand der
Knolligen Kratzdistel (Cirsium tuberosum) und des einjährigen
Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense). Darunter mischen sich gelb
Bocksbart (Tragopogon pratensis) und
Knolliger Hahnenfuß (Ranunculus bulbosus), blau die
Wiesen- (Campanula patula) und
Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) sowie bläulichrot die
Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) und
Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis). Außerdem rosa die
Esparsette (Onobrychis viciifolia). Häufig auch die seltenen Kräuter
Nordisches Labkraut (Galium boreale) und gelb an verschiedenen Stellen der
Abbiss-Pippau (Crepis praemorsa) und der
Färberginster (Genista tinctoria). Letzterer findet sich vor allem rund um die
Anhäufungen der Roten Waldameise, die es hier zahlreich gibt. Pflege-Arbeiten: Die Fläche wird per Einachsmäher an einem Termin zwischen Ende Juli und Anfang August gemäht; das Schnittgut wird verbrannt,
solange sich niemand findet, der daran interessiert ist, dieses für die Biogasanlage oder als Heu für die Fütterung zu verwerten. Gelegentlich sind
Gehölzarbeiten an den eingesprengten Hecken und Bauminseln sowie am Waldrand erforderlich. |
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ND Apothekerwiese
Ebene Nasswiese im Tal
Typische Pfeifengraswiese
Moorige Stellen
Umgeben mit Weidenhecke, keine Beschattung
Botanische Besonderheiten:
Biotop für Orchideen. Um die Arten und deren Schutzwürdigkeit kennenzulernen, wird die Teilnahme an den
Führungen empfohlen.
Frühblüher auf dem Biotop sind hellrosa der
Kleine Baldrian (Valeriana dioica), hellgelb die
Spargelerbse (Lotus maritimus) und weiß das
Breitblättrige Wollgras (Eriophorum latifolium).
Zur gleichen Zeit ist die Wiese übersäht mit blühenden Binsen- und Seggen-Arten, z.B.
Glieder-Binse (Juncus articulatus),
Blaugrüne Binse (Juncus inflexus),
Davalls Segge (Carex davalliana),
Fuchs-Segge (Carex vulpina),
Blaugrüne Segge (Carex flacca) und
Hirsen-Segge (Carex panicea).
Später blühen Exemplare der
Knolligen Kratzdistel (Cirsium tuberosum) und unter den Doldenblütlern die
Wiesensilge (Silaum silaus). Im Spätsommer breitet sich rot blühend der
Blutweiderich (Lythrum salicaria) aus
und am Saisonende überwiegen blau, gelb und weiß blühende Besonderheiten wie
Teufelsabbiss (Succisa pratensis),
Großes Flohkraut (Pulicaria dysenterica) und
Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris).
Mit diesen Spätblühern dominiert zuletzt das hoch aufragende
Pfeifengras (Molinia caerulea) den Bestand. Probleme und Pflege-Arbeiten: Problematisch ist die Ausbreitung des
Weidenblättrigen Alant (Inula salicina) und regelmäßig muss die Weidenhecke zurückgeschnitten werden.
Die Wiese wird in Abständen jeweils unter Freilassung von Inseln und spätestens nach Abblühen der Spätblüher im Oktober per Einachsmäher gemäht; das
Schnittgut wird verbrannt. |
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ND Enzianwiese
Kalkmagerrasen am Fuße des Großen Roßberg
Höhe ca. 750m, Hanglage am Waldrand
Wenig Beschattung
Süd-Ost-Ausrichtung
Botanische Besonderheiten:
Biotop für Orchideen. Um die Arten und deren Schutzwürdigkeit kennenzulernen, wird die Teilnahme an den
Führungen empfohlen.
Sehr früh das tiefe Blau des
Frühlings-Enzian (Gentiana verna) und außerdem einige Exemplare
Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris). Später blühen
Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium),
Großblütige Braunelle (Prunella grandiflora) und
Stängellose Kratzdistel (Cirsium acaule).
Nach der Mahd kommen z.T. in großen Beständen die für die Fläche namengebenden Spätblüher
Deutsche Kranzenzian (Gentianella germanica) und
Fransenenzian (Gentianopsis ciliata). Am Waldrand blau und gelb die
Bergaster (Aster amellus) und das
Sichelblättrige Hasenohr (Bupleurum falcatum).
Im übrigen wachsen auf der Wiese die für Kalkmagerrasen typischen Pflanzen wie u.a.
Thymian (Thymus pulegioides),
Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor),
Wilder Dost (Origanum vulgare),
Sonnenröschen (Helianthemum nummularium) und
Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria). Pflege-Arbeiten und Probleme: Die Wiese wird unter Freilassung von Inseln sehr früh ab Mitte Juli per Einachsmäher gemäht und das Schnittgut
wird verbrannt. Wie bei den anderen Flächen besteht von ortsansässigen Bauern oder Pferdehaltern kein Interesse an der Heugewinnung. Die Gründe
sind weite Entfernung, erschwerte Zugänglichkeit, die geringe Futterqualität wegen später Mahd und auch der hohe Anteil von
Dornigem Hauhechel (Ononis spinosa) im Futter. |
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ND Sprungschanze
Kalkmagerrasen am Fuße des Kleinen Roßberg
Durchsetzt mit wechselfeuchten Stellen
Höhe ca. 750 m, leichte Hanglage am Waldrand
Teilweise Beschattung durch eingesteute Bäume und Sträucher
Süd-West-Ausrichtung
Botanische Besonderheiten:
Biotop für Orchideen. Um die Arten und deren Schutzwürdigkeit kennezulernen, wird die Teilnahme an den
Führungen empfohlen.
Für Orchideen ist dies neben der Apothekerwiese die artenreichste der betreuten Flächen. Mit ihr hat sie gemeinsam, dass in Abständen gemäht wird und
die lertzte Mahd sehr spät im Jahr erfolgen muss, da bis in den Herbst hinein und während der gesamten Vegetationszeit Seltenheiten blühen und reifen,
die eine frühere Mahd nicht vertragen. Die Saison beginnt sehr früh mit der Blüte des
Gewöhnlichen Seidelbast (Daphne mezereum) und der
Stinkenden Nieswurz (Helleborus foetidus) in einem mit Bäumen
bewachsenen Steinriegel. Das Biotop ist besonders reichhaltig bestückt mit spätblühenden Besonderheiten. Darunter die
Silberdistel und schließlich viele Exemplare des blauen
Fransenenzian neben dem
Deutschem Kranzenzian. Gleichzeitig mit diesen erblüht weiß das für die Albhochfläche
unerwartete Sumpfherzblatt in großen Beständen. Pflege-Arbeiten und Probleme: Die Pflege erfolgt mit Balkenmäher und Motorsense in mehreren Schritten jeweils unter Freilassung von Inseln.
Außerdem gelegentliche Gehölz-Arbeiten mit der Motorsäge am Steinriegel. Auf dem Rossberg-Gelände besteht eine gute Zusammenarbeit mit dem ansässigen
Schäfer, mit dem es manchmal gelingt, die Mähtermine so zu legen, dass er Teile des anfallenden Grases zur Heuverwerung übernehmen kann. |
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